Gründung eines Berliner Gesprächskreis der Laizistinnen und Laizisten in der SPD

Am 26. Mai 2011 trafen sich im Bürgerbüro der SPD Friedrichshain-Kreuzberg etwa 30 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten aller Altersgruppen zur Gründung des „Berliner Gesprächskreises der Laizistinnen und Laizisten in der SPD“.

Sprecherrat: Claudia Blume
Sebastian Finsel
Ronny Grahl
Kevin Kühnert
Magda von Garrel

Kontaktadresse: claudia.blume@gmx.de

Die beschlossene Erklärung siehe unten.

 

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Veranstaltung mit Carsten Frerk am 12. April in Berlin

 

Grundsätze des Berliner Gesprächskreises der Laizistinnen und Laizisten in der SPD

Der  Berliner Gesprächskreis der Laizistinnen und Laizisten in der SPD versteht sich als Forum für alle Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die – unabhängig von ihrer eigenen Weltanschauung – für eine klare Trennung von Staat und Religion eintreten sowie die große Tradition von Aufklärung und Huma-nismus in der SPD pflegen wollen. Der Berliner Gesprächskreis versteht sich als Teil des bundesweiten „Arbeitskreises Sozialdemokratinnen und Sozialdemokra¬ten für die Trennung von Staat und Religion – Laizistinnen und Laizisten in der SPD (in Gründung)“ und unterstützt dessen Ziele. Der Berliner Gesprächskreis fördert den Gründungsprozess des Arbeitskreises auf Bundesebene, die inhaltliche Befassung der Berliner SPD mit laizistischen Zielen und sucht den Dialog mit Personen, Institutionen sowie Verbänden (wie z.B. dem Humanistischen Verband Deutschlands, aber auch Religionsgemeinschaften), die am Austausch über unsere Ziele und Grundsätze interessiert sind.

Grundlage für die Tätigkeit des Berliner Gesprächskreises sind die Ziele, Grundsätze und Statuten der SPD. Der Berliner Gesprächskreis trifft sich möglichst monatlich, aber mindestens zweimal jährlich, legt die Anzahl der Sprecherinnen und Sprecher (Sprecherkreis) fest und wählt alle zwei Jahre einen Sprecherkreis. Abweichend davon wird für die erste Amtszeit eine Dauer von einem Jahr festgelegt. Der Sprecherkreis setzt die Beschlüsse des Gesprächskreises um, erledigt die laufende Arbeit des Gesprächskreises und vertritt ihn in der Öffentlichkeit sowie gegenüber der SPD. Im Berliner Gesprächskreis haben nur Mitglieder der Berliner SPD das aktive und passive Wahlrecht sowie das Recht zur Teilnahme an Abstimmungen. Darüber hinaus können Personen, die nicht Mitglieder der SPD sind, im Berliner Gesprächskreis mitarbeiten, sofern sie die Grundwerte der SPD anerkennen. Wir unterstützen die Gründung eines laizistischen Gesprächs- bzw. Arbeitskreises im Land Brandenburg aktiv und laden die Brandenburgerinnen und Brandenburger herzlich ein, im Berliner Gesprächskreis mitzuarbeiten.

beschlossen am 26. Mai 2011

Laizistische SozialdemokratInnen in Sachsen

Neu: eigene Webseite der Landesgruppe: 

http://www.konfessionsfreie-sozis-sachsen.de/

 

 

Konfessionsfreie und Säkulare SozialdemokratInnen Sachsen

Am 21. Mai 2011 haben sich Mitglieder aus dem SPD-Landesverband Sachsen in Leipzig zusammengefunden und die Gründung eines laizistischen Gesprächskreises beschlossen. Die Gründungsversammlung, an der 10 von 38 eingeladenen SPD-Mitglieder teilgenommen haben, hat sich einstimmig auf eine „Leipziger Erklärung“ verständigt. Die Gruppe wird heute von zwei SprecherInnen geleitet.

Sprecherkreis:

Rolf Schwanitz (StM. u. MdB a.D.), Plauen

Silvia Wenzel (Angestellte), Auerbach

 

Beschlossen wurde die:

Leipziger Erklärung

Die SPD muss als wichtige Volkspartei in Deutschland auch die weltanschaulichen Veränderungen in unserem Land in den eigenen Reihen adäquat widerspiegeln. Deutschland hat heute eine andere weltanschauliche Struktur als zu Zeiten der Gründung der Bundesrepublik. Waren 1949 noch über 95 Prozent der Deutschen Angehörige der beiden christlichen Kirchen, ist dieser Anteil seit dem stetig zurückgegangen. Zum einen ist Deutschland schon seit vielen Jahren ein Zuwanderungsland. Diese Entwicklung wird sich in Zukunft noch verstärken.

Das wird unter anderem auch die Glaubensvielfalt in Deutschland verbreitern und die Privilegierung der christlichen Kirchen durch den Staat infrage stellen. Zum anderen ist der Anteil der Konfessionsfreien in unserer Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten nicht nur wegen der Deutschen Einheit stetig gewachsen. Heute leben 28 Millionen Konfessionsfreie in Deutschland. Ihre Zahl geht weiter stetig nach oben. Ein Blick in die Shell-Jugendstudie zeigt klar, dass dieser Trend sich auch in der Zukunft noch verstärken wird. Auf die einseitige Privilegierung der beiden christlichen Kirchen durch den Staat hat dies bisher keine Auswirkungen gehabt.

In Sachsen befindet sich die Hinwendung des Staates zu den beiden christlichen Kirchen in einer besonderen Schieflage zur weltanschaulichen Verfasstheit der Bürgerinnen und Bürger. Nach Jahrzehnten der ideologischen Indoktrination und staatlichen Benachteiligung der beiden christlichen Kirchen hat die Friedliche Revolution auch in Sachsen die Religionsfreiheit wiederhergestellt. Die Bürgerinnen und Bürger nutzen diese Freiheit des Glaubens und des Nichtglaubens selbstbewusst. Mehr als 75 Prozent der Sachsen sind heute konfessionsfrei. Dessen ungeachtet wurden nach 1990 in Sachsen die Regelungen zur Staat-Kirche-Beziehung unkritisch aus den alten Ländern übernommen oder es wurde nach ihrem Modell neues Landesrecht gestaltet. Die so auch in Sachsen entstandene, einseitige staatliche Privilegierung der beiden christlichen Kirchen verletzt nach unserer Überzeugung das staatliche Neutralitätsgebot und steht im krassen Missverhältnis zur dominierenden Konfessionsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger.

 

Beide Entwicklungen drängen nach unserer Überzeugung auf eine Veränderung der bisherigen Nähe des Staates zu den beiden christlichen Kirchen. Es wird darum gehen müssen, im Verhältnis des Staates zu den Religionsgemeinschaften einen neuen, größeren und für alle gleichermaßen geltenden Abstand zu finden. Außerdem wird die Wahrnehmung der Interessen konfessionsfreier Bürgerinnen und Bürger in der Gesellschaft und auch in der Politik einen neuen, höheren Stellenwert bekommen müssen. Die SPD sollte sich darauf rechtzeitig vorbereiten. Dafür wollen wir mit unserem Gesprächskreis einen Beitrag leisten.

 

Ethik für alle statt Religionsunterricht

Koordinationskreis Laizismus, Baden-Württemberg

Laizistische SozialdemokratInnen

Ethik für alle statt Religionsunterricht

Pressemitteilung 17. Mai 2011

Der Koordinationskreis Laizismus Baden-Württemberg – Laizistische SozialdemokratInnen – hat begrüßt, dass die grün-rote Koalition das Fach Ethik schrittweise ab Klasse 1 einführen will. Dies sei ein längst überfälliger Schritt.

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Laizistische SozialdemokratInnen fordern: Staatsleistungen an die Kirchen abschaffen

Koordinationskreis Laizismus Baden-Württemberg

Laizistische SozialdemokratInnen

Pressemitteilung; 17. Mai 2011

Laizistische SozialdemokratInnen fordern: Staatsleistungen an die Kirchen abschaffen

Der Koordinationskreis Laizismus Baden-Württemberg – Laizistische SozialdemokratInnen – hat das Festhalten der grün-roten Koalition an den Staatsverträgen mit den Kirchen als „unselige Fehlentscheidung“ kritisiert.

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Laizistinnen und Laizisten werden ihren Weg fortsetzen

Nach der Ablehnung durch den Parteivorstand:

Laizistinnen und Laizisten in der SPD werden ihren Weg fortsetzen

Für 28 Millionen Konfessionsfreie in Deutschland (und ca. 160.000 in der SPD) wurde mit der Ablehnung auf Einrichtung eines Arbeitskreises in der Partei eine Tür zugeschlagen. Sie finden sich in den letzten Jahren zunehmend in der SPD nicht wieder. Der Arbeitskreis wollte die Themen und Interessen der Konfessionsfreien in der SPD und in der Gesellschaft wahrnehmen und thematisieren.

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Erstes Treffen der Berliner Laizistinnen und Laizisten in der SPD

Erstes Treffen der Berliner Laizistinnen und Laizisten in der SPD

Am Abend des 10. März trafen sich im SPD-Kreisbüro Friedrichshain-Kreuzberg, welches im Willy-Brandt-Haus liegt, 23 Interessierte, um über die Gründung eines laizistischen Arbeits- bzw. Gesprächskreises in Berlin zu beraten.

Unter den Anwesenden waren Vertreter fast aller Berliner Kreise, des Humanistischen Verbandes, der Giordano-Bruno-Stiftung, der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen, der Jusos und der Schwusos. Nach einem kurzen Überblick über die Aktivitäten der SPD-Laizisten auf Bundesebene und in den Regionen, wurde vom ersten Koordinierungstreffen des Bündnisses „Der Papst kommt!“ berichtet. Die Anwesenden waren sich einig, dass dies in diesem Jahr in Berlin ein wichtiges Thema sein wird, dass Bündnis unterstützt werden soll und dass die Kritik der SPD-Laizisten sich in erster Linie gegen die Finanzierung des Papstbesuchs und die Rede im Deutschen Bundestag richten sollte.

Größeren Raum nahmen die Überlegungen zum Selbstverständnis ein. Dabei war eine grundsätzliche Übereinstimmung mit den Zielen des Arbeitskreises auf Bundesebene festzustellen. Am Ende des Treffens einigte man sich darauf, dass nächste Treffen thematisch auszurichten und den Autor des Buches „Violettbuch Kirchenfinanzen“, Carsten Frerk, einzuladen. Dieses Treffen findet am 14. April 2011, um 19.30 Uhr, wieder im SPD-Kreisbüro Friedrichhain-Kreuzberg, Wilhelmstraße 140, 10963 Berlin, statt.

Die formale Gründung eines laizistischen Gesprächskreises soll auf dem dann folgenden Treffen im Mai vollzogen werden. Wer bei dem Berliner Gesprächskreis mitmachen bzw. künftig zu Treffen eingeladen werden möchte, kann sich per Mail bei Claudia Blume (claudia.blume@gmx.de) oder Martin Busjahn (martin.busjahn@web.de) melden.

 

Gründungstreffen in Baden-Württemberg

Gründungstreffen in Baden-Württemberg

Am Samstag, den 12. Februar 2011 wurde der Gesprächskreis in Stuttgart gegründet. Bislang gibt es ca. 100 Unterstützer landesweit.

Die am 16. Oktober in Berlin beschlossenen Ziele und Grundsätze der SPD-Laizistinnen und Laizisten wurden einstimmig bestätigt und als eigene Ziele übernommen.

Koordinierungskreis:

Michael Rux aus Freiburg,
Lukas Kurz aus Ebersbach,
Saskia Wendt und
Oliver Benjamin Hemmerle aus Mannheim sowie
Roland Sauter aus Suessen

Nils Opitz-Leifheit wurde als Bundessprecher in den Koordinationskreis kooptiert.

Koordinationskreis in Baden-Württemberg: Saskia Wendt, Lukas Kurz, Roland Sauter, Oliver Benjamin Hemmerle, Michael Rux sowie Nils Opitz-Leifheit

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stuttg-lai-01-670

 

Beim Gründungstreffen am 12. Februar in Stuttgart