Säkulare Wahlprüfsteine: Klara Geywitz und Olaf Scholz

(c) Werner_Schüring

Liebe Genossinnen und Genossen,

vielen Dank für Euer Schreiben vom 4. September, mit dem Ihr die Anliegen des Sprecherkreises der Säkularen Sozialdemokrat*innen an uns herangetragen habt.

Klara ist evangelische Christin, war in der abgelaufenen Legislaturperiode religionspolitische Sprecherin der SPD Landtagsfraktion in Brandenburg und ist Mitglied im AK Christinnen und Christen in der SPD. Klara hat sich stark für die Errichtung des Rabbinerseminars an der Uni Potsdam eingesetzt. Ihr ist der Dialog zwischen den Religionen und den Menschen ohne Glauben wichtig. Brandenburg hat zum Beispiel sehr früh ein eigenes religionskundliches Unterrichtsfach Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde (L-E-R) eingeführt.

Olaf ist ebenfalls evangelisch aufgewachsen, inzwischen aber konfessionslos. Seine Haltung zum Verhältnis von Staat und Kirche ist stark durch die Erfahrungen in Hamburg geprägt, wo traditionell eine zugewandte Kooperation des Staates mit den Religionsgemeinschaften gepflegt wird. Seit 2012 gibt es in Hamburg –als erstem Land –auch Verträge mit muslimischen und alevitischen Verbänden. Staatliche Leistungen erhalten die christlichen Religionsgemeinschaften in Hamburg keine. Olaf hat seine Haltung und seine Positionen zu verschiedenen Fragen, die Euch beschäftigen, über die Jahre immer wieder auch öffentlich dargelegt, zum Beispiel im Vortrag über Institutionalisierte Religionen im säkularen Staat oder in einer Rede vor der Hamburger Bürgerschaft zu den Verträgen mit den Religionsgemeinschaften.

Ihr werdet Euch denken, dass bereits wir beide in religionspolitischen Fragen, und auch bei den konkreten Fragen, die Ihr gestellt habt, nicht immer einer Meinung sind.

Was wir Euch allerdings fest zusagen können: Dass wir als Vorsitzende der SPD den offenen und fairen Dialog innerhalb der Partei über die Fragen, die Ihr aufgeworfen habt, in jedem Fall sicherstellen werden.

Mit solidarischen Grüßen

Klara und Olaf

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