Laizistischer Gesprächskreis SPD-Hessen gegründet

Am 2. März hat sich der Laizistische Gesprächskreis SPD-Hessen in Frankfurt am Main gegründet. Die Gründungsversammlung, bestehend aus sieben aktiven Mitgliedern, wählte einstimmig folgende Sprecher:

Franziska Böhm (franziska-boehm<at>gmx.de)

Matteo Minden (matteo.minden<at>googlemail.com)

Wer bei dem Gesprächskreis mitwirken bzw. über Aktionen informiert werden möchte, kann sich per eMail direkt bei den Sprechern melden.

Auf dem Postweg erreichen Sie uns unter:

Laizistischer Gesprächskreis SPD-Hessen
c/o Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD
Unterbezirk Frankfurt
Fischerfeldstr. 7-11
60311 Frankfurt am Main

Der Gesprächskreis verständigte sich darauf für Laizismus öffentlich einzutreten und das Konzept der Trennung von Staat und Kirche in die SPD hineinzutragen. Dies soll in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen laizistischen SPD Landesgruppen und den Jusos Frankfurt wie auch mit säkularen und humanistischen Verbänden verwirklicht werden.

Als zentrale Kritik werden die Privilegien kirchlicher Institutionen im Bereich Arbeitsrecht im Zuge des nächsten Treffens des Gesprächskreises am 30. März öffentlich thematisiert. Dazu werden zeitnah weitere Informationen folgen.

Aktuell soll auch die Debatte der Aufstellung der Kreuze in Egelsbach (http://www.op-online.de/nachrichten/egelsbach/kirchenkreuz-debatte-podiumsdiskussion-flach-1642973.html) aufgegriffen und Herr Radebach-Opitz, der sich vor Ort gegen das „einseitig religiöse Markieren öffentlicher Plätze“ ausspricht, unterstützt werden.

Gründungstreffen in Hessen geplant

Nach einem ersten Vorbereitungstreffen am 28.1.2012 in Frankfurt wird es am 2. März ein Gründungstreffen für einen Landesgesprächskreis geben. Die Einladung wird per E-Mail verschickt sowie im Forum und auf facebook sowie auf unserer Webseite veröffentlicht.

Bei Interesse kann man sich aber auch direkt an Amardeo Sarma (sarma@gwup.org) wenden.

Bild vom „Vortreffen“ am 28.1.2012 im „Neuen Volkswirt“ in Frankfurt

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Gründung in Bayern

In Nürnberg gegründet:

Humanistinnen und Humanisten und Konfessionsfreie in der SPD

Am Sonntag, den 13. Juni 2011 gründete sich in Nürnberg die bayrische Landesgruppe. 11 Genossinnen und Genossen waren in Nürnberg zusammengekommen. Man beschloss die unten angefügten „Grundsätze“ als Ziele der Gruppe.

Sprecher: Sabrina Havlitschek; Michael Bauer

Kontakt:

sabrina.havlitschek@googlemail.de

michael.bauer@debitel.net


Humanistinnen und Humanisten und Konfessionsfreie in der SPDGrundsätze

beschlossen auf dem Gründungstreffen am 29. Mai 2011 in Nürnberg

Aus den innerparteilichen Debatten um den Laizismus haben sich in Bayern die „Humanistinnen und Humanisten und Konfessionsfreie in der SPD“ entwickelt. Die Gründungsmitglieder streben die Anerkennung als Arbeitskreis durch den Landesvorstand der bayerischen SPD an.

Der angestrebte Arbeitskreis soll die große Tradition des Humanismus und der Aufklärung in der SPD pflegen und alle Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sammeln, die für eine klare Trennung von Staat und Religion eintreten. Alle Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die für einen weltanschaulich neutralen Staat sind, sind herzlich willkommen.

Nach dem Grundgesetz gibt es in Deutschland keine Staatskirche. Der Staat ist zu weltanschaulicher und religiöser Neutralität verpflichtet. Ein weltanschaulich neutraler Staat ist eine wichtige Voraussetzung für das friedliche und selbstbestimmte Zusammenleben der Menschen. Mit der Auflösung vieler traditioneller Milieus und der Vielfalt der Lebensentwürfe und Interessen muss der Staat zwingend in Bezug auf Religion und Weltanschauung neutral sein, um eine freie und offene Gesellschaft zu garantieren. Er darf nicht bestimmte Formen von religiösem oder weltanschaulichem Bekenntnis einseitig privilegieren.

Das erfordert die konsequente Verwirklichung und Fortentwicklung der in Art. 140 GG festgeschriebenen vollen Gleichbehandlung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften. Deshalb will der Arbeitskreis in sozialdemokratischem Sinn den Dialog mit gesellschaftlichen Gruppen und humanistischen Weltanschauungsgemeinschaften pflegen.

(Der Arbeitskreis wurde im Jahr 2011 vom SPD-Landesverband Bayern als ordentlicher Arbeitskreis auf Landesebene anerkannt)

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2. Treffen des Gesprächskreis der Laizistischen Sozis in NRW

2. Treffen des Gesprächskreis der Laizistischen Sozis in NRW

Das 2. Treffen der LaizistInnen in NRW fand am Samstag, 8. Oktober 2011 in den Räumen des Humanistischen Verbandes in Dortmund statt. Mit 16 Teilnehmern, darunter 2 Gästen, konnten fast so viele Interessierte wie bei der Gründungsversammlung begrüßt werden.

Als erster Tagesordnungspunkt wurde vom bayrischen „AK Humanisten und Konfessionsfreie“ berichtet, der als SPD-Arbeitskreis auf Landesebene anerkannt wurde. In der anschließenden Diskussionsrunde wurde erörtert, inwieweit Arbeitskreise seitens der Parteispitze so gesehen werden, dass die Partei ihre Inhalte in die verschiedenen Gruppen tragen kann und nicht die Arbeitskreise ihre Forderungen an die Parteispitze.

Die Definition des „Humanismus“ sei sehr weitreichend. Auch die Kirchen nehmen diese für sich in Anspruch, obwohl deren anti-emanzipative Basis bis in die heutige Zeit reicht. Die von Papst Benedikt beklagte Verweltlichung der Kirche beinhaltet zwar die innerkirchliche Forderung der Rückkehr zur mystischen Gläubigkeit, jedoch birgt diese für uns politische Ansatzpunkte.

Das Ziel der Anerkennung als Arbeitskreis müsse weiterhin bestehen, um die Erreichung der Ziele voranzutreiben. Ebenso muss der Diskreditierung der LaizistInnen durch den Parteivorstand entgegengewirkt werden. Das weitere Vorgehen der NRW-LaizistInnen soll sich an den Ergebnissen der Bundesversammlung der LaizistInnen am 13. November 2011 orientieren.

Zum offenen Brief an die Abgeordneten in NRW zum Gottesbezug im Schulgesetz lagen bis zur Versammlung keine Ergebnisse vor. Die meisten Politiker hatten den Eingang des Schreibens noch nicht einmal bestätigt.

Da durch das Reichskonkordat von 1933, welches durch das Grundgesetz 1949 einen verfassungsmäßigen Status bekam, die Kirchen ihren Einfluss auf die Politik sicherten, ist es notwendig, Kontakt mit Juristen aufzunehmen. Es wurde der Antrag gestellt, dass die Kündigung des Reichskonkordats als Zielsetzung bei den Laizisten mit aufgenommen wird. Dies ist jedoch bereits implizit in den Zielen der Bundes-Laizisten enthalten: „Alle Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sind nach dem allgemeinen Vereinsrecht zu behandeln. … Alle über allgemeine Gemeinnützigkeitsbestimmungen hinausgehenden Steuerprivilegien der Kirchen sind abzuschaffen.“

Jörg Franke, der als stellvertretender Landesvorsitzender der Schwusos NRW zu Gast war, berichtete, dass es zu den Laizisten keinen offiziellen Standpunkt der Schwusos NRW gibt. Seine persönliche Meinung als Christ sei, dass auch Christen Laizisten sein können. Für ihn müsse eine tolerante Partei für alle offen sein. Bei der nächsten Versammlung der Schwusos wird er vom Besuch berichten und klären, ob es Schnittmengen bei den Schwusos mit den Laizisten gebe.

Sarah Steffens hatte an der Gegenaktion zum Papstbesuch teilgenommen und berichtete über die Demo, an der nach ihrer Einschätzung bis zu 15.000 Menschen und nicht, wie in den Medien oft berichtet, nur 2.000 teilgenommen hätten. Das Highlight für sie war die Rede von Uta Ranke-Heinemann.

Ein weiterer Gast war Jörg Schnückel, der auch im Vorstand des IBKA ist, von der Vereinigung „Religionsfrei im Revier“. Dies ist kein Verein und auch keine „Außenstation“ des IBKA oder der GBS, sondern ein Zusammenschluss von Menschen, die sich regelmäßig im Bahnhof Bochum-Langendreer treffen. Es werden keine Mitgliedsbeiträge erhoben. Der Bahnhof Langendreer unterstütze Bildungsveranstaltungen und daher können dort Veranstaltungen der Konfessionsfreien stattfinden. Diese dürften jedoch nicht zu progressiv sein, da der Bahnhof auch von kirchlichen Geldern unterstützt wird. Schnittmengen mit den Laizisten seien da und künftige gemeinsame Aktionen möglich.

Ein Dank gilt allen Interessierten und Gästen, die teilweise weit angereist waren. Das nächste Treffen findet voraussichtlich im Februar 2012 statt. Es wird angestrebt, das Treffen in den Räumlichkeiten der NRWSPD durchzuführen. Dazu wird mit der NRWSPD Kontakt aufgenommen. Sobald Details bekannt sind, werden weitere Informationen folgen.

Ellen Kühl-Murges

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Zweites Landestreffen in Baden-Württemberg

Laizistinnen und Laizisten in der SPD – Gesprächskreis Baden-Württemberg

Zweites Landestreffen der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten für die Trennung von Staat und Religion in Baden-Württemberg

Am Samstag den 01. Oktober 2011 trafen sich die Baden-Württemberger Laizistinnen und Laizisten im Regionalzentrum der SPD Rhein-Neckar in Heidelberg. Trotz geringerer Resonanz als erwartet konnten die Anwesenden wichtige Themen wie die landesweite Koordination und die Forstetzung der regionalen Arbeit vor Ort besprechen.

Bundessprecher Nils Opitz-Leifheit berichtete zuerst über die Arbeit auf Bundesebene, den Umgang mit der Ablehnung der Anerkennung als Arbeitskreis sowie die getroffenen Absprachen in Fulda. Schnell wurde deutlich, dass die Ablehnung als Arbeitskreis der SPD, hinsichtlich welcher von den Laizistinnen und Laizisten keine schnelle Entscheidung erwartet worden war, im Sinne einer Chance begriffen werden kann. Der Zulauf an Interessenten und positive Rücklauf innerhalb vieler Parteiebenen bestärke darin mehr Basis- wie Überzeugungsarbeit zu leisten, so Nils Opitz-Leifheit.

Auf der Landesebene in Bayern konnte zwischenzeitlich die Anerkennung eines Humanisten- Konfessionsfreien Arbeitskreises erreicht werden und zudem haben sich konstroverse Diskussionen in der Partei um Positionen und Inhalte entwickelt, die in den Medien Beachtung finden.

Mit Blick auf das Bundestreffen am 12. November in Frankfurt wird deshalb die inhaltliche und organisatorische Arbeit fortgesetzt. Sie soll durch eine Umstellung der Webseite auf Content-Management-System (CMS) sowie die Einrichtung eines Bundeskontos weiter professionalisiert werden.

Damit eine angemessene Organisation auch auf Landesebene stattfinden kann und aktive Zentren wie Freiburg, die Metropolregion um Mannheim-Heidelberg sowie Tübingen koordiniert werden, hat das Landestreffen bis auf Weiteres zwei Sprecher bestimmt. Die Studenten Lukas Kurz aus Tübingen und Adrian Gillmann aus Heidelberg sollen als überregionale Ansprechpartner und Moderatoren wirken. Zudem ist die Einrichtung eines E-Mail-Verteilers zur besseren Kommunikation innerhalb der Gruppe vorgesehen. Die bestehenden Möglichkeiten wie das bundesweite Online-Forum, soziale Netzwerke und die neue Webseite sollen ihren Beitrag dazu leisten.

Die Organisation von Veranstaltungen zu relevanten Themen wird weiterhin in der Hand der jeweiligen regionalen Gruppen liegen und soll 2012 durch die Durchführung einer thematischen Tagung „Konfessionsfreie Religionskunde – BaWü Quo Vadis?“ (Arbeitstitel) von der Landesgruppe ergänzt werden. Das Ziel ist es, verschiedene Modelle und Ansätze eines kultur- wie religionswissenschaftlich basierten Ethikunterrichtes oder Religionskunde für Baden-Württemberg zu diskutieren.

Mit der Bekräftigung aller Anwesenden in ihren jeweiligen Regionen für Informations- wie Themenabende zu sorgen und einem Dank für die Möglichkeit im Regionalzentrum Rhein-Neckar zu Tagen, endete das zweite Landestreffen gegen 17 Uhr.

Adrian Gillmann

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Gesprächskreis laizistischer Sozis in NRW gegründet

Gesprächskreis laizistischer Sozis in NRW

Am Samstag, den 04.06.2011, trafen sich 18 Mitglieder und Freunde der SPD in den Räumen des HVD (Humanistischer Verband Deutschland) in Dortmund, um eine nordrhein-westfälische Landesgruppe der bundesweiten Bewegung „Laizisten in der SPD“ zu gründen.

Es wurde beschlossen, bis auf weiteres den Namen „Gesprächskreis laizistischer Sozis in NRW“ zu führen und in enger Abstimmung mit den Gesprächskreisen anderer Länder und auf Bundesebene zusammenzuarbeiten.

Aus der Mitte der Anwesenden wurde ein dreiköpfiger Koordinationskreis gewählt, der den Gesprächskreis gegenüber der SPD und der Öffentlichkeit vertritt; dieser besteht aus Ellen Kühl-Murges, Michael Lemken und Jens Niklaus.

Gerade Nordrhein-Westfalen bietet viele Ansatzpunkte für die Arbeit der laizistischen Sozialdemokraten – als Laizisten treten die Mitglieder der Gruppe für eine deutlichere Trennung und Entflechtung von Kirche und Staat, als Sozialdemokraten für Menschen- und Arbeitnehmerrechte, Chancengleichheit für alle, Bildung und Integration, ein.

Diese Ziele der Sozialdemokratie können nur durch striktere Neutralität des Staates und der Länder durchgesetzt werden. Zudem entspricht eine solche Entflechtung der gesellschaftlichen Entwicklung, da mittlerweile ein Drittel der deutschen Bevölkerung konfessionsfrei ist und damit mittlerweile die größte weltanschauliche Gruppe bildet.

In NRW gibt es besonders die folgenden Schwerpunkte:

Schule und Bildung: Institutionen in konfessioneller Trägerschaft selektieren trotz fast vollständiger öffentlicher Förderung ihre Schüler konfessionell und sorgen so für Chancenungleichheit und Belastung von Schülern in der Nachbarschaft durch lange Schulwege. Statt die Schülerschaft durch Religionsunterricht zu spalten, würde ein neutraler Religionskunde- und Ethikunterricht zum gegenseitigen Verständnis beitragen.

Kirchenfinanzen: „Kirchenaustrittsgebühren“ und die Einbehaltung eines Kirchensteueranteils auch beim Arbeitslosengeld konfessionsloser Arbeitsloser sind massive Einschränkungen der aktiven Religionsfreiheit, desgleichen das „Besondere Kirchgeld“, das bei Ehepaaren doch wieder beide Ehepartner belastet.

Arbeitnehmerrechte: Soziale Einrichtungen in konfessioneller Trägerschaft haben in weiten Bereichen des Landes Monopolstellungen z. B. als Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten oder Pflegeeinrichtungen aufgebaut.Die Ausnahme kirchlicher Arbeitsverträge aus dem Antidiskriminierungsgesetz ist unerträglich, da sie tiefe Einschnitte in das Privatleben der Angestellten darstellen und einen erheblichen Anteil von ihnen zum „Scheinchristentum“ zwingen, damit sie nicht ihre Stellen verlieren.

Neutralität des öffentlichen Raums: Die sozialdemokratischen Laizisten sehen die religiöse Neutralität des Staates als Vorbedingung für eine wirkliche Vielfalt der Meinungen und Kulturen.

Wochenende und Feiertage dienen zum Schutz und zur Erholung der Menschen, die Wahl dieser Erholung darf jedoch nicht von den Kirchen vorgeschrieben werden. „Tanzverbote“ und „Flohmarktverbote“ sind nicht nur anachronistisch, sie stellen Eingriffe in die Selbstbestimmungsrechte der Bürger dar.

Der NRW-Gesprächskreis sucht die Zusammenarbeit mit Gruppen und Personen, die in Einzelthemen oder umfassend die gleichen Ziele verfolgen. Gemeinsam sollen Aktionen und Veranstaltungen angegangen werden, um in einer breiten Öffentlichkeit für diese Ziele zu werben und die SPD weiterhin zu einer Partei der Erneuerung zu machen.

Kontaktdaten des Koordinationskreises:

Ellen Kühl-Murges
Losheimergraben 2, 53940 Hellenthal,
Tel: 0171 7 20 25 56, E-Mail: e.kuehl-murges@freenet.de

Michael Lemken
Lange Reihe 25, 44143 Dortmund,
Tel: 0231 39 60 53 7, E-Mail:
info@michael-lemken.de

Jens Niklaus
Bahnstraße 15, 42781 Haan,
Tel: 01520 98 53 73 2

Gründung des Landesgesprächskreises Rheinland-Pfalz

Gesprächskreis sozialdemokratische Laizistinnen und Laizisten in Rheinland-Pfalz

Am Samstag, 28. Mai 2011 fanden 18 SPD-Mitglieder aus allen Teilen des Landes nach Bad Kreuznach, um dort einen „Gesprächskreis sozialdemokratische Laizistinnen und Laizisten in Rheinland-Pfalz“ zu gründen. Dieser versteht sich als Vertretung der rheinland-pfälzischen Unterstützerinnen und Unterstützer der als „Laizisten in der SPD“ bundesweit bekannt gewordenen Gruppe.

Koordinationskreis:

Kristin Daleiden
Götz Junk
Oliver Lösch
Andreas Lutz
Tobias Trapp

Kontakt und Presseanfragen: Oliver Lösch

lasosrlp@gmail.com

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Koordinationskreis mit Ulrike Breth

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Gründungstreffen in Bad Kreuznach

 

Gründung eines Berliner Gesprächskreis der Laizistinnen und Laizisten in der SPD

Am 26. Mai 2011 trafen sich im Bürgerbüro der SPD Friedrichshain-Kreuzberg etwa 30 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten aller Altersgruppen zur Gründung des „Berliner Gesprächskreises der Laizistinnen und Laizisten in der SPD“.

Sprecherrat: Claudia Blume
Sebastian Finsel
Ronny Grahl
Kevin Kühnert
Magda von Garrel

Kontaktadresse: claudia.blume@gmx.de

Die beschlossene Erklärung siehe unten.

 

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Veranstaltung mit Carsten Frerk am 12. April in Berlin

 

Grundsätze des Berliner Gesprächskreises der Laizistinnen und Laizisten in der SPD

Der  Berliner Gesprächskreis der Laizistinnen und Laizisten in der SPD versteht sich als Forum für alle Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die – unabhängig von ihrer eigenen Weltanschauung – für eine klare Trennung von Staat und Religion eintreten sowie die große Tradition von Aufklärung und Huma-nismus in der SPD pflegen wollen. Der Berliner Gesprächskreis versteht sich als Teil des bundesweiten „Arbeitskreises Sozialdemokratinnen und Sozialdemokra¬ten für die Trennung von Staat und Religion – Laizistinnen und Laizisten in der SPD (in Gründung)“ und unterstützt dessen Ziele. Der Berliner Gesprächskreis fördert den Gründungsprozess des Arbeitskreises auf Bundesebene, die inhaltliche Befassung der Berliner SPD mit laizistischen Zielen und sucht den Dialog mit Personen, Institutionen sowie Verbänden (wie z.B. dem Humanistischen Verband Deutschlands, aber auch Religionsgemeinschaften), die am Austausch über unsere Ziele und Grundsätze interessiert sind.

Grundlage für die Tätigkeit des Berliner Gesprächskreises sind die Ziele, Grundsätze und Statuten der SPD. Der Berliner Gesprächskreis trifft sich möglichst monatlich, aber mindestens zweimal jährlich, legt die Anzahl der Sprecherinnen und Sprecher (Sprecherkreis) fest und wählt alle zwei Jahre einen Sprecherkreis. Abweichend davon wird für die erste Amtszeit eine Dauer von einem Jahr festgelegt. Der Sprecherkreis setzt die Beschlüsse des Gesprächskreises um, erledigt die laufende Arbeit des Gesprächskreises und vertritt ihn in der Öffentlichkeit sowie gegenüber der SPD. Im Berliner Gesprächskreis haben nur Mitglieder der Berliner SPD das aktive und passive Wahlrecht sowie das Recht zur Teilnahme an Abstimmungen. Darüber hinaus können Personen, die nicht Mitglieder der SPD sind, im Berliner Gesprächskreis mitarbeiten, sofern sie die Grundwerte der SPD anerkennen. Wir unterstützen die Gründung eines laizistischen Gesprächs- bzw. Arbeitskreises im Land Brandenburg aktiv und laden die Brandenburgerinnen und Brandenburger herzlich ein, im Berliner Gesprächskreis mitzuarbeiten.

beschlossen am 26. Mai 2011

Laizistische SozialdemokratInnen in Sachsen

Neu: eigene Webseite der Landesgruppe: 

http://www.konfessionsfreie-sozis-sachsen.de/

 

 

Konfessionsfreie und Säkulare SozialdemokratInnen Sachsen

Am 21. Mai 2011 haben sich Mitglieder aus dem SPD-Landesverband Sachsen in Leipzig zusammengefunden und die Gründung eines laizistischen Gesprächskreises beschlossen. Die Gründungsversammlung, an der 10 von 38 eingeladenen SPD-Mitglieder teilgenommen haben, hat sich einstimmig auf eine „Leipziger Erklärung“ verständigt. Die Gruppe wird heute von zwei SprecherInnen geleitet.

Sprecherkreis:

Rolf Schwanitz (StM. u. MdB a.D.), Plauen

Silvia Wenzel (Angestellte), Auerbach

 

Beschlossen wurde die:

Leipziger Erklärung

Die SPD muss als wichtige Volkspartei in Deutschland auch die weltanschaulichen Veränderungen in unserem Land in den eigenen Reihen adäquat widerspiegeln. Deutschland hat heute eine andere weltanschauliche Struktur als zu Zeiten der Gründung der Bundesrepublik. Waren 1949 noch über 95 Prozent der Deutschen Angehörige der beiden christlichen Kirchen, ist dieser Anteil seit dem stetig zurückgegangen. Zum einen ist Deutschland schon seit vielen Jahren ein Zuwanderungsland. Diese Entwicklung wird sich in Zukunft noch verstärken.

Das wird unter anderem auch die Glaubensvielfalt in Deutschland verbreitern und die Privilegierung der christlichen Kirchen durch den Staat infrage stellen. Zum anderen ist der Anteil der Konfessionsfreien in unserer Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten nicht nur wegen der Deutschen Einheit stetig gewachsen. Heute leben 28 Millionen Konfessionsfreie in Deutschland. Ihre Zahl geht weiter stetig nach oben. Ein Blick in die Shell-Jugendstudie zeigt klar, dass dieser Trend sich auch in der Zukunft noch verstärken wird. Auf die einseitige Privilegierung der beiden christlichen Kirchen durch den Staat hat dies bisher keine Auswirkungen gehabt.

In Sachsen befindet sich die Hinwendung des Staates zu den beiden christlichen Kirchen in einer besonderen Schieflage zur weltanschaulichen Verfasstheit der Bürgerinnen und Bürger. Nach Jahrzehnten der ideologischen Indoktrination und staatlichen Benachteiligung der beiden christlichen Kirchen hat die Friedliche Revolution auch in Sachsen die Religionsfreiheit wiederhergestellt. Die Bürgerinnen und Bürger nutzen diese Freiheit des Glaubens und des Nichtglaubens selbstbewusst. Mehr als 75 Prozent der Sachsen sind heute konfessionsfrei. Dessen ungeachtet wurden nach 1990 in Sachsen die Regelungen zur Staat-Kirche-Beziehung unkritisch aus den alten Ländern übernommen oder es wurde nach ihrem Modell neues Landesrecht gestaltet. Die so auch in Sachsen entstandene, einseitige staatliche Privilegierung der beiden christlichen Kirchen verletzt nach unserer Überzeugung das staatliche Neutralitätsgebot und steht im krassen Missverhältnis zur dominierenden Konfessionsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger.

 

Beide Entwicklungen drängen nach unserer Überzeugung auf eine Veränderung der bisherigen Nähe des Staates zu den beiden christlichen Kirchen. Es wird darum gehen müssen, im Verhältnis des Staates zu den Religionsgemeinschaften einen neuen, größeren und für alle gleichermaßen geltenden Abstand zu finden. Außerdem wird die Wahrnehmung der Interessen konfessionsfreier Bürgerinnen und Bürger in der Gesellschaft und auch in der Politik einen neuen, höheren Stellenwert bekommen müssen. Die SPD sollte sich darauf rechtzeitig vorbereiten. Dafür wollen wir mit unserem Gesprächskreis einen Beitrag leisten.

 

Erstes Treffen der Berliner Laizistinnen und Laizisten in der SPD

Erstes Treffen der Berliner Laizistinnen und Laizisten in der SPD

Am Abend des 10. März trafen sich im SPD-Kreisbüro Friedrichshain-Kreuzberg, welches im Willy-Brandt-Haus liegt, 23 Interessierte, um über die Gründung eines laizistischen Arbeits- bzw. Gesprächskreises in Berlin zu beraten.

Unter den Anwesenden waren Vertreter fast aller Berliner Kreise, des Humanistischen Verbandes, der Giordano-Bruno-Stiftung, der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen, der Jusos und der Schwusos. Nach einem kurzen Überblick über die Aktivitäten der SPD-Laizisten auf Bundesebene und in den Regionen, wurde vom ersten Koordinierungstreffen des Bündnisses „Der Papst kommt!“ berichtet. Die Anwesenden waren sich einig, dass dies in diesem Jahr in Berlin ein wichtiges Thema sein wird, dass Bündnis unterstützt werden soll und dass die Kritik der SPD-Laizisten sich in erster Linie gegen die Finanzierung des Papstbesuchs und die Rede im Deutschen Bundestag richten sollte.

Größeren Raum nahmen die Überlegungen zum Selbstverständnis ein. Dabei war eine grundsätzliche Übereinstimmung mit den Zielen des Arbeitskreises auf Bundesebene festzustellen. Am Ende des Treffens einigte man sich darauf, dass nächste Treffen thematisch auszurichten und den Autor des Buches „Violettbuch Kirchenfinanzen“, Carsten Frerk, einzuladen. Dieses Treffen findet am 14. April 2011, um 19.30 Uhr, wieder im SPD-Kreisbüro Friedrichhain-Kreuzberg, Wilhelmstraße 140, 10963 Berlin, statt.

Die formale Gründung eines laizistischen Gesprächskreises soll auf dem dann folgenden Treffen im Mai vollzogen werden. Wer bei dem Berliner Gesprächskreis mitmachen bzw. künftig zu Treffen eingeladen werden möchte, kann sich per Mail bei Claudia Blume (claudia.blume@gmx.de) oder Martin Busjahn (martin.busjahn@web.de) melden.