Berliner Begegnung – Säkulare Sozis trafen den SPD-Generalsekretär

v.r.: Norbert Reitz, Swen Schulz, Daniela Kolbe, Lale Akgün, Adrian Gillmann, Uli Bieler, Ulla Wolfram, Gerhard Lein (c)Norbert_Reitz

Eine Delegation der Säkularen Sozis besuchte im Juni das Willy-Brandt-Haus in Berlin. Grund war weniger ein touristischer Ausflug in die SPD-Parteizentrale, sondern mehr ein offizieller Gesprächstermin mit Lars Klingbeil, dem Generalsekretär der Partei.

In dem offenen Gespräch berieten die Säkularen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten mit Lars Klingbeil die Möglichkeiten ein Diskussionsforum für die Anliegen konfessionsfreier Bürger in der SPD zu schaffen.

An dem Gespräch nahmen unsere Bundestagsabgeordneten Daniela Kolbe aus Leipzig, Swen Schulz aus Berlin, für den Bundessprecherkreis Lale Akgün, Adrian Gillmann und Norbert Reitz teil, sowie neben Lars Klingbeil beteiligten auch dessen Pressesprecherin Bianca Walther und Angelica Dinger, die Referentin für Kirchen- und Religionsgemeinschaften des Parteivorstandes.

Der Generalsekretär war sehr interessiert, die politische Ausrichtung sowie die Ziele unseres Netzwerkes erfahren. Zur Einrichtung eines Arbeitskreises (AK) Säkulare Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten hatte es bisher keinen Beschluss auf Bundesebene gegeben.

Wir haben Grundzüge unserer politischen Arbeit dargestellt und an Beispielthemen verdeutlicht, die da sind:

Staat-Kirche-Verhältnis, einseitige Interpretationen des Grundgesetzes, Alternativen zur Finanzierung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, integrative Religionskunde oder Ethikunterricht und mehr.

Des Weiteren haben wir auf den dringenden Handlungsbedarf in Sachen Islampolitik aufmerksam gemacht, wie auch auf die ostdeutschen Verhältnisse, wo Zahlungen an Kirchen und andere privilegierende Religionspolitik, angesichts einer konfessionsfreien Mehrheitsbevölkerung, noch mehr als im Westen auf Unverständnis und Kritik stößt.

Lars Klingbeil verdeutlichte, dass die generellen Wege über Bundesparteitag und Bundesvorstand zur Anerkennung eines Arbeitskreises der Säkularen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten offenstehen, er wolle aber nicht allein auf Parteitagsdebatten setzen.

Es wurden keinerlei Auflagen oder Bedingungen hinsichtlich der bisherigen Arbeit des Netzwerkes geäußert. Der Generalsekretär hat auf weitere Gespräche hingewiesen.

Wir haben eine Einladung für den 9. November zum Bundestreffen der Säkularen Sozis in Frankfurt ausgesprochen, und Lars Klingbeil gebeten aktiv daran teilzunehmen.

Die Berliner Begegnung hat uns als Säkulare Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in der SPD und vor allem die Zusammenarbeit von unterstützenden Abgeordneten wie auch den Sprecherinnen und Sprechern gestärkt.

Die Anerkennung eines Arbeitskreises der Säkularen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten als Pendant zu den bestehenden religiösen Arbeitskreisen ist nach unserer Auffassung für die Partei unerlässlich.

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